Qualitätskonferenzen
Im Dezember 2021 startete das KKN die Veranstaltungsreihe Onkologische Versorgungsrealität Niedersachsen. Seither finden die Qualitätskonferenzen als Gemeinschaftsprojekt mit dem Comprehensive Cancer Center Niedersachsen (CCC-N) sowie kooperierenden zertifizierten Onkologischen Zentren des Landes statt. In bis zu vier Veranstaltungen im Jahr an wechselnden Standorten widmen sich die Kooperationspartner jeweils einer Tumorentität. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Informationen zur aktuellen Studienlage sowie zu den S3-Leitlinien aus dem Bereich Onkologie sind beständige Themen. Darüber hinaus stehen die Diskussion von Ergebnissen der versorgungsnahen KKN-Daten sowie Themen rund um das Qualitätsmanagement bei der Versorgung krebskranker Patientinnen und Patienten auf dem Programm.
Auf dieser Seite wird auf die Qualitätskonferenz zu den Lymphomen (November 2024) sowie auf die im Jahr 2025 durchgeführten Konferenzen zu den Themen Prostatakarzinom, kolorektales Karzinom und Lungenkarzinom eingegangen. Der Fokus liegt hierbei jeweils auf den Therapien sowie der Behandlungsqualität in Form von Qualitätsindikatoren.
Bei den Qualitätskonferenzen waren im Schnitt rund 90 Personen virtuell oder vor Ort anwesend. Zu den Teilnehmenden zählen vor allem Ärzte aus dem ambulanten oder stationären Bereich, Dokumentationskräfte und Mitarbeitende aus dem Qualitätsmanagement. Im Vorfeld der Konferenzen wurden jeweils Rückmeldeberichte zu der spezifischen Entität an die Meldenden versendet. Zusätzlich werden einmal pro Jahr ein allgemeiner Rückmeldebericht, in dem über alle Diagnosen berichtet wird und quartalsweise Meldungsberichte versendet, die über die Datenqualität der eingegangenen Meldungen informieren. Insgesamt wurden im Jahr 2025 über 9.000 Berichte verschickt.
Bei der Interpretation der Ergebnisse und insbesondere der Ergebnisse der Qualitätsindikatoren ist darauf zu achten, dass diese von der Vollzähligkeit und Vollständigkeit der Meldungen beeinflusst werden. Auch Verzögerungen bei den Meldungen, die Genauigkeit spezifischer Angaben und die Definition eines Indikators spielen eine Rolle bei der Auswertbarkeit der klinischen Daten.
Bei der Qualitätskonferenz zur Entität Lymphome wurde das Hodgkin-Lymphom (HL, ICD-10 C81 ohne C81.0), das Follikuläre Lymphom (FL, ICD-10 C82 ohne C82.6), das diffuse großzellige B-Zell-Lymphom (DLBCL, ICD-10 C83.3) sowie die chronisch lymphatische Leukämie (CLL, ICD-10 C91.1, C83.0 (nur 9823/3)) betrachtet.
Charakteristika der Tumoren
Für die Auswertungen auf Tumorebene wurden 4.834 Personen mit einem Lymphom mit einer Erstdiagnose von Januar 2019 bis August 2023 eingeschlossen, um einen mindestens einjährigen Nachbeobachtungszeitraum zu gewährleisten. Den größten Anteil an den dargestellten Diagnosen des Lymphoms macht das diffuse großzellige B-Zell-Lymphom aus mit 1.830 Fällen (37,9 %).
| Diagnosen | ICD-10-Code | Anzahl Tumoren |
|---|---|---|
| Hodgkin-Lymphom (HL) | C81 ohne C81.0 | 607 |
| Follikuläres Lymphom (FL) | C82 ohne C82.6 | 781 |
| Diffuses großzelliges B-Zell-Lymphom (DLBCL) | C83.3 | 1.830 |
| Chronisch lymphatische Leukämie (CLL) | C91.1, C83.0 (nur 9823/3) | 1.616 |
Die Betroffenen mit Hodgkin-Lymphom erkrankten im Median mit 48 Jahren (Frauen: 47 Jahre; Männer: 49 Jahre), Personen mit DLBCL im Median mit 69 Jahren (Frauen: 70 Jahre; Männer: 68 Jahre). Bei der Gruppe mit Follikulärem Lymphom lag das mediane Alter bei 66 Jahren (Frauen: 66 Jahre; Männer: 65 Jahre) und bei CLL bei 70 Jahren (Frauen: 70 Jahre; Männer: 69 Jahre).
An der Behandlung beteiligte Einrichtungen und Therapien
Insgesamt waren 76 stationäre und 100 ambulante Einrichtungen an der Behandlung der Lymphome beteiligt. Dabei konsultierten zwischen 11 % (CLL) und 40 % (DLBCL) der betroffenen Personen mindestens einmal eines der sechs DKG-zertifizierten Zentren für Hämatologische Neoplasien (exkl. Kooperationspartner) in Niedersachsen.
Behandlung in Zentren nach Entitäten (Lymphome)
Datentabelle zu „Behandlung in Zentren nach Entitäten (Lymphome)“
| Kategorie | Zertifizierte Organkrebszentren | Andere Einrichtungen | Andere Einrichtungen mit mind. einer Behandlung außerhalb von NI |
|---|---|---|---|
| HL | 29,6 | 66,1 | 4,3 |
| FL | 23,8 | 74,3 | 1,9 |
| DLBCL | 40,3 | 57 | 2,7 |
| CLL | 10,8 | 88,4 | 0,7 |
Diffuses großzelliges B-Zell-Lymphom
In der folgenden Abbildung ist der Verlauf der systemischen Therapien mit bestimmbaren Protokollen dargestellt (auf die Darstellung von Einzelfällen wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit verzichtet). Für die 1.059 Fälle (57,9 % der Ausgangspopulation mit DLBCL) zeigte sich R-CHOP zum Zeitpunkt 1 (erste systemische Therapie nach Diagnose) als das häufigste verabreichte Protokoll, gefolgt von CHOP.
Systemische Therapie beim Diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom

Der Qualitätsindikator QI2 „R-CHOP bei Erstdiagnose ≤ 80 Jahre und kurativer Therapieintention“ misst, ob Personen mit einem Alter von höchstens 80 Jahren mit DLBCL und kurativer Therapieintention mit R-CHOP (Rituximab, Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin, Prednison) oder R-CHOP-ähnlichem Protokoll behandelt worden sind. Ziel ist ein möglichst hoher Anteil von Personen mit R-CHOP-Behandlung. Für ganz Niedersachsen ergibt sich ein Ergebnis von 58,8 %.
| Qualitätsindikator QI2: R-CHOP bei Erstdiagnose ≤ 80 Jahre und kurativer Therapieintention | Ergebnis auf Personenebene | |
|---|---|---|
| Personen mit Erstdiagnose eines DLBCL (ICD-10 C83.3): | 1.830 | |
| Zähler: | Personen des Nenners mit Immunchemotherapie mit R-CHOP (Rituximab, Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin, Prednison) oder R-CHOP-ähnlichem Protokoll | 575 |
| Nenner: | Personen mit Erstdiagnose eines DLBCL (ICD-10 C83.3) ≤ 80 Jahre und kurativer Therapieintention | 977 |
| Quotient: | 58,8 % | |
Hodgkin-Lymphom
In folgender Abbildung ist der Verlauf der systemischen Therapien mit bestimmbaren Protokollen bei Personen mit Hodgkin-Lymphom dargestellt (auf die Darstellung von Einzelfällen wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit verzichtet). Für die 420 Fälle (69,2 % der Ausgangspopulation mit HL) zeigte sich für Personen mit einem Alter von höchstens 60 Jahren BEACOPP-eskaliert als das primär am häufigsten eingesetzte Protokoll mit ABVD als Folgeprotokoll, während für Personen über 60 Jahren ABVD am häufigsten als erstes Protokoll eingesetzt worden ist.
Systemische Therapie beim Hodgkin-Lymphom

Der Qualitätsindikator QI5 „BEACOPP eskaliert bei fortgeschrittenem Hodgkin-Lymphom“ misst, ob Personen mit einem Alter von bis zu 60 Jahren im Stadium III A/B oder Stadium IV A/B mit BEACOPP-eskaliert behandelt worden sind. Ziel ist ein möglichst hoher Anteil von Personen mit BEACOPP-eskaliert-Behandlung. Für ganz Niedersachsen ergibt sich ein Ergebnis von 60,8 %.
| Qualitätsindikator QI5: BEACOPP eskaliert bei fortgeschrittenem Hodgkin-Lymphom | Ergebnis auf Personenebene | |
|---|---|---|
| Personen mit Erstdiagnose eines HL (ICD-10 C81 ohne C81.0): | 607 | |
| Zähler: | Personen des Nenners mit mit BEACOPP eskaliert | 48 |
| Nenner: | Personen bis zu 60 Jahren mit Erstdiagnose Hodgkin-Lymphom im Stadium III A oder B oder Stadium IV A oder B | 97 |
| Quotient: | 60,8 % | |
Chronisch lymphatische Leukämie (CLL)
Die Analyse der 437 Fälle mit systemischer Therapie bei der CLL (27,0 % der Ausgangspopulation) zeigt einen Anstieg der Immuntherapie mit CD20-Antikörper Obinutuzumab sowie der zielgerichteten Therapien mit Zweitgenerations-BTK-Inhibitor Acalabrutinib und BCL-2-Inhibitor Venetoclax über den Betrachtungszeitraum.
Systemische Therapie bei der Chronisch lymphatischen Leukämie

Der Qualitätsindikator QI3 „Keine alleinige Chemotherapie als Erstlinientherapie bei CLL“ misst, ob Personen mit CLL und Erstlinientherapie mit alleiniger Chemotherapie behandelt worden sind. Ziel ist ein möglichst geringer Anteil von Personen mit alleiniger Chemotherapiebehandlung. Für ganz Niedersachsen ergibt sich ein Ergebnis von 8,9 %.
| Qualitätsindikator QI3: Keine alleinige Chemotherapie als Erstlinientherapie bei CLL | Ergebnis auf Personenebene | |
|---|---|---|
| Personen mit Erstdiagnose einer CLL (ICD-10 C91.1, C83.0 (nur 9823/3)): | 1.616 | |
| Zähler: | Personen des Nenners mit alleiniger Chemotherapie | 34 |
| Nenner: | Personen mit CLL und Erstlinientherapie | 383 |
| Quotient: | 8,9 % | |
Überleben
Im Vergleich zu den anderen Gruppen weisen an DLBCL erkrankte Personen eine deutlich schlechtere Prognose auf als diejenigen, die an CLL, Follikulärem Lymphom oder Hodgkin-Lymphom erkrankt sind.

Bei der Qualitätskonferenz zum Prostatakarzinom wurde die Diagnose C61 betrachtet.
Charakteristika der Tumoren
Für die Auswertungen wurden 32.236 Personen mit Erstdiagnose eines Prostatakarzinoms von Januar 2019 bis Dezember 2023 eingeschlossen, um einen mindestens einjährigen Nachbeobachtungszeitraum zu gewährleisten. Das mediane Alter lag bei 71 Jahren.
46,5 % der Tumoren befanden sich zum Zeitpunkt der Diagnose im lokal begrenzten Stadium, 7,5 % im lokal fortgeschrittenen Stadium und 9,3 % waren fortgeschritten bzw. metastasiert. Bei 36,7 % der Tumoren konnte kein Stadium bestimmt werden aufgrund fehlender TNM-Angaben (36,4 %) oder weil es sich nicht um Adenokarzinome handelte (0,3 %).
Stadien beim Prostatakarzinom
Datentabelle zu „Stadien beim Prostatakarzinom“
| Kategorie | Lokal begrenzt | Lokal fortgeschritten | Fortgeschritten bzw. metastasiert | Nicht bestimmbar/anwendbar |
|---|---|---|---|---|
| Prostatakarzinom | 46,5 | 7,5 | 9,3 | 36,7 |
An der Behandlung beteiligte Einrichtungen und Therapien
Insgesamt waren 69 stationäre und 255 ambulante Einrichtungen an der Behandlung der Prostatakarzinome beteiligt. Die 10 größten Krankenhäuser versorgten 71 % der Patienten. Dabei suchten 44,8 % der Patienten mindestens einmal eines der 11 DKG-zertifizierten Prostatakrebszentren (exkl. Kooperationspartner) in Niedersachsen auf. Über die Jahre zeigt sich ein leichter Anstieg an Patienten, die in einem DKG-zertifizierten Zentrum behandelt wurden.
Behandlung in Zentren nach Diagnosejahr
Datentabelle zu „Behandlung in Zentren nach Diagnosejahr“
| Kategorie | DKG-zertifizierte Prostatakrebszentren | Andere Einrichtungen | Andere Einrichtungen mit mind. einer Behandlung außerhalb von Niedersachsen |
|---|---|---|---|
| 2019 | 42,6 | 43,1 | 14,3 |
| 2020 | 42,7 | 43,6 | 13,7 |
| 2021 | 44,5 | 43,3 | 12,2 |
| 2022 | 47,2 | 44,1 | 8,7 |
| 2023 | 47,1 | 45,4 | 7,5 |
In Niedersachsen wurden in den Leistungsjahren 2019 bis 2023 insgesamt 11.574 Operationen beim Prostatakarzinom durchgeführt. Der Anteil radikaler Prostatektomien lag im Jahr 2019 bei 66,2 % und stieg bis 2023 an auf 71,7 %. Gleichzeitig sank der Anteil der Zystektomien und der transurethralen Resektionen (TUR).
Operative Therapie beim Prostatakarzinom
Datentabelle zu „Operative Therapie beim Prostatakarzinom“
| Kategorie | Radikale Prostatektomie | Transurethrale Resektionen | Zystektomie | Andere Operationen |
|---|---|---|---|---|
| 2019 | 66,1 | 23,4 | 6,2 | 4,2 |
| 2020 | 70,2 | 20,1 | 6,1 | 3,5 |
| 2021 | 70,6 | 20,2 | 5,3 | 3,8 |
| 2022 | 70,9 | 20 | 5,2 | 3,8 |
| 2023 | 71,7 | 19,7 | 3,8 | 4,7 |
Betrachtet man nur die radikalen Prostatektomien nach Zugangswegen, zeigt sich ein Trend zu minimalinvasiven Eingriffen: Der Anteil laparoskopischer Eingriffe lag 2019 bei 35,2 % und stieg bis 2023 auf 58,9 %. Ebenfalls erhöhte sich der Anteil von Operationen mit gefäß- und nervenschonendem Vorgehen von 53,2 % im Jahr 2019 auf 63,0 % im Jahr 2023.
Zugangswege
bei radikalen Prostatektomien
Datentabelle zu „Zugangswege bei radikalen Prostatektomien“
| Kategorie | Laparoskopisch | Retropubisch | Perianal | Keine Angabe |
|---|---|---|---|---|
| 2019 | 35,2 | 63 | 0,7 | 1 |
| 2020 | 50,9 | 47,5 | 0,4 | 1,2 |
| 2021 | 54,2 | 44,7 | 0,6 | 0,5 |
| 2022 | 54,2 | 45,4 | 0,4 | 0 |
| 2023 | 58,9 | 40,6 | 0,3 | 0,2 |
Gefäß- und Nerverhalt
bei radikalen Prostatektomien
Datentabelle zu „Gefäß- und Nerverhalt bei radikalen Prostatektomien“
| Kategorie | Ja | Nein | Keine Angabe |
|---|---|---|---|
| 2019 | 53,2 | 45,7 | 1,1 |
| 2020 | 60,3 | 38,6 | 1,1 |
| 2021 | 59,3 | 40,2 | 0,5 |
| 2022 | 58,2 | 41,8 | 0 |
| 2023 | 62,9 | 36,9 | 0,2 |
Die Kennzahl 10 des Kennzahlenbogens für Prostatakrebszentren (nach DKG/Onkozert) besagt, dass die Rate an R1-Resektionen nach einer radikalen Prostatektomie mit lokal begrenztem Prostatakarzinom (Stadium pT2 und ohne Lymphknoten- und Fernmetastasen) maximal 15 % betragen sollte. Von den radikalen Prostatektomien, die bei Personen mit lokal begrenztem Prostatakarzinom durchgeführt wurden, ergab sich bei 482 Fällen eine R1-Resektion (9,4 %). Im Zeitverlauf sind keine relevanten Veränderungen erkennbar.
R-Klassifikation beim lokal begrenzten Prostatakarzinom (pT2 N0)
Datentabelle zu „R-Klassifikation beim lokal begrenzten Prostatakarzinom (pT2 N0)“
| Kategorie | R0 | R1 | R2 | RX | Keine Angabe |
|---|---|---|---|---|---|
| 2019 | 88,9 | 8,4 | 0 | 0,2 | 2,4 |
| 2020 | 86,7 | 9,6 | 0,1 | 1 | 2,5 |
| 2021 | 88,2 | 9,8 | 0 | 1,2 | 0,8 |
| 2022 | 89,1 | 9,3 | 0 | 1,1 | 0,4 |
| 2023 | 89,2 | 9,4 | 0,1 | 1,1 | 0,1 |
Die systemische Behandlung des Prostatakarzinoms erfolgt im lokal begrenzten und lokal fortgeschrittenen Stadium fast ausschließlich durch Hormontherapien. Folgende Abbildung verdeutlicht, dass der Anteil der Patienten, die eine Hormontherapie erhalten, mit zunehmendem Alter steigt. Im fortgeschrittenen bzw. metastasierten Stadium kommen zusätzlich Chemo- und Immuntherapien zum Einsatz, wobei beide Therapiearten mit steigendem Alter seltener eingesetzt werden.
Systemische Therapie beim
lokal begrenzten
Prostatakarzinom
Datentabelle zu „Systemische Therapie beim lokal begrenzten Prostatakarzinom“
| Kategorie | Hormontherapie | Chemotherapie | Immuntherapie | Zielgerichtete Substanzen |
|---|---|---|---|---|
| < 50 Jahre | 4,7 | 0 | 0 | 0 |
| 50 bis 60 Jahre | 5,5 | 0,3 | 0,2 | 0,3 |
| 60 bis 70 Jahre | 8 | 0,7 | 0,3 | 0,2 |
| 70 bis 80 Jahre | 16,1 | 0,5 | 0,3 | 0,3 |
| >= 80 Jahre | 27 | 0,2 | 0,6 | 0,2 |
Systemische Therapie beim
lokal fortgeschrittenen
Prostatakarzinom
Datentabelle zu „Systemische Therapie beim lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinom“
| Kategorie | Hormontherapie | Chemotherapie | Immuntherapie | Zielgerichtete Substanzen |
|---|---|---|---|---|
| < 50 Jahre | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 50 bis 60 Jahre | 12,4 | 1,5 | 0,3 | 0,3 |
| 60 bis 70 Jahre | 14,5 | 1,2 | 0,8 | 0,3 |
| 70 bis 80 Jahre | 21 | 0,8 | 0,03 | 0,3 |
| >= 80 Jahre | 46,4 | 0,6 | 0,6 | 0,6 |
Systemische Therapie beim fortgeschrittenen bzw. metastasierten Prostatakarzinom
Datentabelle zu „Systemische Therapie beim fortgeschrittenen bzw. metastasierten Prostatakarzinom“
| Kategorie | Hormontherapie | Chemotherapie | Immuntherapie | Zielgerichtete Substanzen |
|---|---|---|---|---|
| < 50 Jahre | 65 | 40 | 20 | 0 |
| 50 bis 60 Jahre | 52,4 | 23,9 | 6,1 | 3,3 |
| 60 bis 70 Jahre | 51,2 | 21,6 | 4,9 | 3,3 |
| 70 bis 80 Jahre | 55,7 | 14,9 | 4,7 | 3,1 |
| >= 80 Jahre | 57,3 | 6,1 | 3,3 | 2,8 |
Qualitätsindikatoren
Des Weiteren wurden die mit dem bundeseinheitlichen Onkologischen Basisdatensatz berechenbaren Qualitätsindikatoren der S3-Leitlinie (Version 7.0, Mai 2024) analysiert und ausgewählte Indikatoren auf der Qualitätskonferenz dargestellt.
Der Qualitätsindikator QI2 der S3-Leitlinie zum Prostatakarzinom „Befundbericht Lymphknoten“ misst den Anteil der Personen mit Befundberichten, in denen Angaben zu pN-Kategorie und Verhältnis von befallenen zu entfernten Lymphknoten ausgewiesen sind, an allen Personen mit Lymphadenektomie. Ziel ist eine möglichst hohe Rate. Für Niedersachsen ergibt sich ein Ergebnis von 92,4 %.
| Qualitätsindikator QI2: Befundbericht Lymphknoten | Ergebnis auf Personenebene | |
|---|---|---|
| Personen mit Erstdiagnose eines Prostatakarzinoms: | 32.236 | |
| Zähler: | Personen des Nenners mit Befundberichten mit Angaben von pN-Kategorie und Zahl befallener Lymphknoten im Verhältnis zu entfernten Lymphknoten | 10.662 |
| Nenner: | Personen mit Erstdiagnose Prostatakarzinom und Lymphadenektomie | 11.543 |
| Quotient: | 92,4 % | |
Der Qualitätsindikator QI3 der S3-Leitlinie zum Prostatakarzinom „Aktive Überwachung“ misst den Anteil der Personen mit PSA-Wert ≤ 10 ng/ml, Gleason-Score ≤ 6, cT1/cT2a, Tumor in ≤ 2 Stanzen bei Entnahme von 10-12 Stanzen und ≤ 50 % Tumor pro Stanze vor Beginn der aktiven Überwachung an allen Personen mit aktiver Überwachung. Ziel ist eine möglichst hohe Rate. Für Niedersachsen ergibt sich ein Ergebnis von 20,4 %.
| Qualitätsindikator QI3: Aktive Überwachung | Ergebnis auf Personenebene | |
|---|---|---|
| Personen mit Erstdiagnose eines Prostatakarzinoms: | 32.236 | |
| Zähler: | Personen des Nenners mit PSA-Wert ≤ 10ng/ml und Gleason-Score ≤ 6 und cT1/cT2a und Tumor in ≤ 2 Stanzen bei Entnahme von 10-12 Stanzen und ≤ 50% Tumor pro Stanze vor Beginn der aktiven Überwachung | 162 |
| Nenner: | Personen mit Erstdiagnose Prostatakarzinom und aktiver Überwachung | 795 |
| Quotient: | 20,4 % | |
Der Qualitätsindikator QI4 der S3-Leitlinie zum Prostatakarzinom „Strahlentherapie und hormonablative Therapie bei lokal begrenztem Prostatakarzinom mit hohem Risiko“ misst den Anteil an Personen mit adjuvanter hormonablativer Therapie an allen Personen mit Prostatakarzinom T1-2 N0 M0 mit hohem Risiko und perkutaner Strahlentherapie. Ziel ist eine möglichst hohe Rate. Für Niedersachsen ergibt sich ein Ergebnis von 43,4 %.
| Qualitätsindikator QI4: Strahlentherapie und hormonablative Therapie bei lokal begrenztem Prostatakarzinom mit hohem Risiko | Ergebnis auf Personenebene | |
|---|---|---|
| Personen mit Erstdiagnose eines Prostatakarzinoms: | 32.236 | |
| Zähler: | Personen des Nenners mit zusätzlicher adjuvanter hormonablativer Therapie | 400 |
| Nenner: | Personen mit Erstdiagnose Prostatakarzinom T1-2 N0 M0 mit hohem Risiko und perkutaner Strahlentherapie | 921 |
| Quotient: | 43,4 % | |
Der Qualitätsindikator QI5 der S3-Leitlinie zum Prostatakarzinom „Keine hormonablative Therapie bei lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom mit radikaler Prostatektomie“ misst den Anteil der Personen mit adjuvanter hormonablativer Therapie an allen Personen mit Prostatakarzinom pT3-4 N0 M0 und radikaler Prostatektomie. Ziel ist eine möglichst niedrige Rate. Für Niedersachsen ergibt sich ein Ergebnis von 3,8 %.
| Qualitätsindikator QI5: Keine hormonablative Therapie bei lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom mit radikaler Prostatektomie | Ergebnis auf Personenebene | |
|---|---|---|
| Personen mit Erstdiagnose eines Prostatakarzinoms: | 32.236 | |
| Zähler: | Personen des Nenners mit adjuvanter hormonablativer Therapie | 129 |
| Nenner: | Personen mit Erstdiagnose Prostatakarzinom pT3-4 N0 M0 und radikaler Prostatektomie | 3.367 |
| Quotient: | 3,8 % | |
Der Qualitätsindikator QI7 der S3-Leitlinie zum Prostatakarzinom „Salvage-Radiotherapie bei rezidiviertem Prostatakarzinom“ misst den Anteil der Personen, die bei Beginn der Salvage-Radiotherapie (SRT) einen PSA-Wert von < 0,5 ng/ml haben an allen Personen mit Zustand nach radikaler Prostatektomie (RPE), PSA-Rezidiv und Salvage-Radiotherapie. Ziel ist eine möglichst hohe Rate. Für Niedersachsen ergibt sich ein Ergebnis von 51,2 %.
| Qualitätsindikator QI7: Salvage-Radiotherapie bei rezidiviertem Prostatakarzinom | Ergebnis auf Personenebene | |
|---|---|---|
| Personen mit Erstdiagnose eines Prostatakarzinoms: | 32.236 | |
| Zähler: | Patienten des Nenners mit Beginn der SRT bei PSA < 0.5 ng/ml | 123 |
| Nenner: | Personen Zustand nach RPE, PSA-Rezidiv und SRT | 240 |
| Quotient: | 51,2 % | |
Der Qualitätsindikator QI12 der S3-Leitlinie zum Prostatakarzinom „Fokale Therapie bei
lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom“ misst den Anteil der Personen mit fokaler Therapie an allen Personen mit lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom. Ziel ist eine möglichst niedrige Rate. Für Niedersachsen ergibt sich ein Ergebnis von 0,0 %.
| Qualitätsindikator QI12: Fokale Therapie bei lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom | Ergebnis auf Personenebene | |
|---|---|---|
| Personen mit Erstdiagnose eines Prostatakarzinoms: | 32.236 | |
| Zähler: | Personen des Nenners mit fokaler Therapie | 4 |
| Nenner: | Personen mit Erstdiagnose eines lokal fortgeschrittenen Prostatakarzinoms | 3.736 |
| Quotient: | 0,0 % | |
Der Qualitätsindikator QI14 der S3-Leitlinie zum Prostatakarzinom „Aktive Überwachung bei lokalisiertem Prostatakarzinom mit niedrigem Risiko“ misst den Anteil an Personen mit aktiver Überwachung an allen Personen mit lokalisiertem Prostatakarzinom und niedrigem Risiko. Ziel ist eine möglichst hohe Rate. Für Niedersachsen ergibt sich ein Ergebnis von 32,2 %.
| Qualitätsindikator QI14: Aktive Überwachung bei lokalisiertem Prostatakarzinom mit niedrigem Risiko | Ergebnis auf Personenebene | |
|---|---|---|
| Personen mit Erstdiagnose eines Prostatakarzinoms: | 32.236 | |
| Zähler: | Personen des Nenners mit aktiver Überwachung | 76 |
| Nenner: | Personen mit Erstdiagnose lokalisiertes Prostatakarzinom und niedrigem Risiko | 236 |
| Quotient: | 32,2 % | |
Überleben
Für die in Niedersachsen lebenden Personen mit Prostatakarzinom wurde das absolute Überleben berechnet. Dieses betrug nach einem Jahr 94,0 %, nach zwei Jahren 86,3 % und nach drei Jahren 78,9 %. In folgender Abbildung ist das Überleben getrennt nach Stadien dargestellt.

Bei der Qualitätskonferenz zur Entität Kolorektales Karzinom wurden die Diagnosen ICD-10 C18 (ohne C18.1) als Kolonkarzinom und die Diagnosen ICD-10 C19 und C20 als Rektumkarzinom betrachtet.
Charakteristika der Tumoren
Für die Auswertungen auf Tumorebene wurden 15.206 Personen mit 15.466 Kolonkarzinomen und 7.895 Personen mit 7.899 Rektumkarzinomen mit einer Erstdiagnose von Januar 2019 bis März 2024 eingeschlossen, um einen mindestens einjährigen Nachbeobachtungszeitraum zu gewährleisten.
51,8 % der Personen mit Kolonkarzinom waren Männer mit einem medianen Alter von 72 Jahren bei Diagnose. Frauen erkrankten etwas später im Alter von 75 Jahren. Beim Rektumkarzinom waren 63,3 % der erkrankten Personen Männer; diese waren zum Zeitpunkt der Diagnose im Median 69 Jahre alt. Frauen erkrankten auch hier etwas später im Alter von 70 Jahren.
Aus den vorhandenen TNM-Angaben ergaben sich für 17,5 % der Kolonkarzinome das UICC-Stadium I, für 25,7 % das Stadium II, für 20,5 % das Stadium III und für 18,6 % das Stadium IV; aufgrund von fehlenden Werten konnte für 17,7 % der Kolonkarzinome kein eindeutiges Stadium bestimmt werden. Für die Rektumkarzinome ergaben sich zu 13,2 % das UICC-Stadium I, zu 13,9 % das Stadium II, zu 26,6 % das Stadium III und zu 17,1 % das Stadium IV; aufgrund von fehlenden Werten und nicht eindeutig zuzuordnenden TNM-Werten zu UICC-Stadien konnte für 29,2 % der Rektumkarzinome kein eindeutiges Stadium bestimmt werden.
UICC-Stadien beim kolorektalen Karzinom
Datentabelle zu „UICC-Stadien beim kolorektalen Karzinom“
| Kategorie | I | II | III | IV | Nicht bestimmbar/anwendbar |
|---|---|---|---|---|---|
| Kolonkarzinom | 17,4 | 25,7 | 20,5 | 18,6 | 17,7 |
| Rektumkarzinom | 13,1 | 13,9 | 26,6 | 17,1 | 29,2 |
An der Behandlung beteiligte Einrichtungen und Therapien
Insgesamt waren 101 stationäre und 171 ambulante Einrichtungen an der Behandlung der Kolonkarzinome sowie 95 ambulante bzw. 160 stationäre Einrichtungen an der Behandlung der Rektumkarzinome beteiligt.
Dabei konsultierten 59,7 % der Personen mit einem Kolonkarzinom und 65,1 % der Personen mit einem Rektumkarzinom mindestens einmal eines der 30 DKG-zertifizierten Darmkrebszentren (exkl. Kooperationspartner) in Niedersachsen.
Behandlung in Zentren
Datentabelle zu „Behandlung in Zentren“
| Kategorie | Zertifizierte Darmkrebszentren | Andere Einrichtungen | Andere Einrichtungen mit mind. einer Behandlung außerhalb von NI |
|---|---|---|---|
| Kolonkarzinom | 59,7 | 38,2 | 2,1 |
| Rektumkarzinom | 65,1 | 31,2 | 3,6 |
Nach Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) müssen Krankenhäuser zukünftig Mindestmengen bei den chirurgischen Behandlungen des Kolon- und Rektumkarzinoms (für 2027 Kolonkarzinomchirurgie: 20 Operationen pro Jahr und Standort; Rektumkarzinomchirurgie: 15 Operationen pro Jahr und Standort; für 2028 Kolonkarzinomchirurgie: 25 Operationen pro Jahr und Standort; Rektumkarzinomchirurgie: 15 Operationen pro Jahr und Standort). Würden diese Mindestmengen schon jetzt zum Tragen kommen, würden für das Leistungsjahr 2023 41 von 70 Krankenhäusern die für 2027 geltende Mindestmenge erreichen, für das Rektumkarzinom wären es 26 von 60 Krankenhäusern.
Krankenhäuser mit Erreichung der Mindestmengen beim Kolonkarzinom (20 Operationen)
Datentabelle zu „Krankenhäuser mit Erreichung der Mindestmengen beim Kolonkarzinom (20 Operationen)“
| Kategorie | Mindestmenge erreicht | Mindestmenge nicht erreicht |
|---|---|---|
| 87 | 0 | |
| 81 | 0 | |
| 75 | 0 | |
| 72 | 0 | |
| 67 | 0 | |
| 67 | 0 | |
| 65 | 0 | |
| 63 | 0 | |
| 63 | 0 | |
| 60 | 0 | |
| 59 | 0 | |
| 59 | 0 | |
| 57 | 0 | |
| 53 | 0 | |
| 53 | 0 | |
| 52 | 0 | |
| 48 | 0 | |
| 48 | 0 | |
| 48 | 0 | |
| 45 | 0 | |
| 45 | 0 | |
| 43 | 0 | |
| 40 | 0 | |
| 38 | 0 | |
| 37 | 0 | |
| 36 | 0 | |
| 34 | 0 | |
| 34 | 0 | |
| 33 | 0 | |
| 33 | 0 | |
| 32 | 0 | |
| 31 | 0 | |
| 29 | 0 | |
| 28 | 0 | |
| 27 | 0 | |
| 23 | 0 | |
| 23 | 0 | |
| 22 | 0 | |
| 21 | 0 | |
| 21 | 0 | |
| 20 | 0 | |
| 0 | 19 | |
| 0 | 16 | |
| 0 | 16 | |
| 0 | 16 | |
| 0 | 15 | |
| 0 | 14 | |
| 0 | 14 | |
| 0 | 13 | |
| 0 | 12 | |
| 0 | 12 | |
| 0 | 12 | |
| 0 | 11 | |
| 0 | 10 | |
| 0 | 10 | |
| 0 | 9 | |
| 0 | 9 | |
| 0 | 9 | |
| 0 | 6 | |
| 0 | 6 | |
| 0 | 5 | |
| 0 | 5 | |
| 0 | 5 | |
| 0 | 5 | |
| 0 | 4 | |
| 0 | 3 | |
| 0 | 3 | |
| 0 | 1 | |
| 0 | 1 | |
| 0 | 1 |
Krankenhäuser mit Erreichung der Mindestmengen beim Rektumkarzinom (15 Operationen)
Datentabelle zu „Krankenhäuser mit Erreichung der Mindestmengen beim Rektumkarzinom (15 Operationen)“
| Kategorie | Mindestmenge erreicht | Mindestmenge nicht erreicht |
|---|---|---|
| 48 | 0 | |
| 41 | 0 | |
| 35 | 0 | |
| 32 | 0 | |
| 30 | 0 | |
| 27 | 0 | |
| 25 | 0 | |
| 25 | 0 | |
| 25 | 0 | |
| 24 | 0 | |
| 24 | 0 | |
| 24 | 0 | |
| 22 | 0 | |
| 21 | 0 | |
| 21 | 0 | |
| 20 | 0 | |
| 20 | 0 | |
| 20 | 0 | |
| 19 | 0 | |
| 19 | 0 | |
| 19 | 0 | |
| 18 | 0 | |
| 18 | 0 | |
| 17 | 0 | |
| 16 | 0 | |
| 16 | 0 | |
| 0 | 14 | |
| 0 | 13 | |
| 0 | 13 | |
| 0 | 12 | |
| 0 | 11 | |
| 0 | 10 | |
| 0 | 10 | |
| 0 | 8 | |
| 0 | 8 | |
| 0 | 8 | |
| 0 | 8 | |
| 0 | 7 | |
| 0 | 7 | |
| 0 | 7 | |
| 0 | 6 | |
| 0 | 6 | |
| 0 | 6 | |
| 0 | 6 | |
| 0 | 5 | |
| 0 | 5 | |
| 0 | 5 | |
| 0 | 4 | |
| 0 | 4 | |
| 0 | 4 | |
| 0 | 4 | |
| 0 | 3 | |
| 0 | 2 | |
| 0 | 2 | |
| 0 | 1 | |
| 0 | 1 | |
| 0 | 1 | |
| 0 | 1 | |
| 0 | 1 | |
| 0 | 1 |
In Niedersachsen wurden in den Jahren 2019 bis 2024 9.690 Operationen (partielle und totale Darmresektionen) beim Kolonkarzinom durchgeführt. Es zeigt sich hierbei ein steigender Anteil von laparoskopischen Zugangswegen über die Zeit; von 27,4 % im Jahr 2019 auf 34,9 % im Jahr 2024 (ein Umstieg von laparoskopisch auf offen chirurgisch wurde hier nicht einbezogen, sondern ist in der Abbildung gesondert ausgewiesen).
Zugangswege beim Kolonkarzinom
Datentabelle zu „Zugangswege beim Kolonkarzinom“
| Kategorie | Laparoskopisch | Umstieg laparoskopisch zu offen chirurgisch | Offen chirurgisch | Keine Angabe |
|---|---|---|---|---|
| 2019 | 27,4 | 5,6 | 65,4 | 1,6 |
| 2020 | 28,8 | 5,1 | 63,9 | 2,2 |
| 2021 | 31,6 | 4,7 | 62,4 | 1,3 |
| 2022 | 33,2 | 5 | 60,6 | 1,2 |
| 2023 | 35,9 | 5,3 | 57,5 | 1,3 |
| 2024 | 34,9 | 5,7 | 58,1 | 1,3 |
Die S3-Leitlinie zum kolorektalen Karzinom empfiehlt für die adjuvante Chemotherapie des Kolonkarzinoms im Stadium III eine Oxaliplatin-haltige Therapie (Leitlinienversion 2.1, Empfehlung 8.9), außer für Personen über 70 Jahren (Empfehlung 8.10). In Niedersachsen erhielten von 681 Personen in einem Alter von höchstens 70 Jahren im Stadium III mit R0-Resektion und adjuvanter Therapie 600 Personen ihre Therapie mit Oxaliplatin (88,1 %), von den 471 Personen über 70 Jahre erhielten 150 Personen ihre Therapie mit Oxaliplatin (31,8 %).
Oxaliplatinhaltige adjuvante Chemotherapie
im Stadium III beim Kolonkarzinom
Datentabelle zu „Oxaliplatinhaltige adjuvante Chemotherapie im Stadium III beim Kolonkarzinom“
| Kategorie | Oxaliplatinhalte Chemotherapie |
|---|---|
| ≤ 70 Jahre | 88,1 |
| > 70 Jahre | 31,9 |
Des Weiteren empfiehlt die S3-Leitlinie für das Rektumkarzinom, dass die Operation 6 bis 8 Wochen nach Abschluss einer neoadjuvanten Radiochemotherapie erfolgen soll (Leitlinienversion 2.1, Empfehlung 8.26). Die Daten des KKN zeigen für die 649 eingeschlossenen Fälle mit neoadjuvanter Radiochemotherapie (sowie vorliegender Ende-Meldung) eine mediane Dauer von 6 Wochen (Mittelwert 3,7 Wochen) und somit eine überwiegende Entsprechung der o.g. Empfehlung.
Anzahl Wochen zwischen neoadjuvanter Chemotherapie und Operation
Datentabelle zu „Anzahl Wochen zwischen neoadjuvanter Chemotherapie und Operation“
| Kategorie | Anzahl Tumoren |
|---|---|
| 0 | 6 |
| 1 | 1 |
| 2 | 9 |
| 3 | 16 |
| 4 | 46 |
| 5 | 77 |
| 6 | 121 |
| 7 | 117 |
| 8 | 93 |
| 9 | 47 |
| 10 | 21 |
| 11 | 15 |
| 12 | 15 |
| 13 | 9 |
| 14 | 5 |
| 15 | 5 |
| 16 | 4 |
| 17 | 7 |
| 18 | 3 |
| 19 | 2 |
| 20 | 1 |
| 21 | 1 |
| 22 | 1 |
| 23 | 1 |
| 24 | 1 |
| 25 | 3 |
| 26 | 2 |
| 27 | 1 |
| 28 | 1 |
| 29 | 1 |
| 30 | 3 |
| 31 | 1 |
| 32 | 1 |
| 33 | 1 |
| 34 | 1 |
| 35 | 1 |
| 36 | 0 |
| 37 | 0 |
| 38 | 0 |
| 39 | 1 |
| 40 | 2 |
| 41 | 1 |
| 42 | 2 |
| 43 | 0 |
| 44 | 0 |
| 45 | 0 |
| 46 | 0 |
| 47 | 0 |
| 48 | 0 |
| 49 | 0 |
| 50 | 0 |
| 51 | 1 |
| 52 | 0 |
Qualitätsindikatoren
Des Weiteren wurden die mit dem bundeseinheitlichen Onkologischen Basisdatensatz berechenbaren Qualitätsindikatoren der S3-Leitlinie (Version 2.1, Januar 2019) analysiert und ausgewählte Indikatoren auf der Qualitätskonferenz dargestellt.
Der Qualitätsindikator QI4 der S3-Leitlinie zum kolorektalen Karzinom „Kombinationschemotherapie bei mKRK“ misst den Anteil der Personen mit einer Kombinationschemotherapie an allen Personen mit metastasierten kolorektalem Karzinom, ECOG 0-1 und systemischer Erstlinientherapie. Ziel ist eine möglichst hohe Rate. Für Niedersachsen ergibt sich ein Ergebnis von 85,7 %.
| Qualitätsindikator QI4: Kombinationschemotherapie bei mKRK | Ergebnis auf Personenebene | |
|---|---|---|
| Personen mit Erstdiagnose eines KRK (ICD-10: C18 (ohne C18.1) und C20): | 22.432 | |
| Zähler: | Personen des Nenners mit Kombinationschemotherapie | 475 |
| Nenner: | Personen mit mKRK, ECOG 0-1 und systemischer Erstlinientherapie | 554 |
| Quotient: | 85,7 % | |
Der Qualitätsindikator QI5 der S3-Leitlinie zum kolorektalen Karzinom „Angabe Abstand mesorektale Faszie“ misst den Anteil der Personen mit Angabe des Abstands zur mesorektalen Faszie im Befundbericht an allen Personen mit Rektumkarzinom und MRT oder Dünnschicht-CT des Beckens. Ziel ist eine möglichst hohe Rate. Für Niedersachsen ergibt sich ein Ergebnis von 52,8 %.
| Qualitätsindikator QI5: Angabe Abstand mesorektale Faszie | Ergebnis auf Personenebene | |
|---|---|---|
| Personen mit Erstdiagnose eines Rektumkarzinoms (ICD-10: C20): | 7.414 | |
| Zähler: | Personen des Nenners mit Angabe des Abstands zur mesorektalen Faszie im Befundbericht | 1.086 |
| Nenner: | Personen mit Rektumkarzinom und MRT oder Dünnschicht-CT des Beckens | 2.056 |
| Quotient: | 82,8 % | |
Der Qualitätsindikator QI6 der S3-Leitlinie zum kolorektalen Karzinom „Qualität TME“ misst den Anteil der Personen mit guter oder moderater Qualität der TME (totalen mesorektalen Exzision) an allen Personen mit radikal operiertem Rektumkarzinom. Ziel ist eine möglichst hohe Rate. Für Niedersachsen ergibt sich ein Ergebnis von 81,4 %.
| Qualitätsindikator QI6: Qualität TME | Ergebnis auf Personenebene | |
|---|---|---|
| Personen mit Erstdiagnose eines Rektumkarzinoms (ICD-10: C20): | 7.414 | |
| Zähler: | Personen des Nenners mit guter oder moderater Qualität (Grad 1: Mesorektale Faszie erhalten oder Grad 2: Intramesorektale Einrisse) der TME | 2.531 |
| Nenner: | Personen mit radikal operiertem Rektumkarzinom | 3.110 |
| Quotient: | 81,4 % | |
Der Qualitätsindikator QI8 der S3-Leitlinie zum Kolonkarzinom „Adjuvante Chemotherapie“ misst den Anteil der Personen des Nenners mit adjuvanter Chemotherapie an allen Personen mit Kolonkarzinom im UICC-Stadium III, bei denen eine R0-Resektion des Primärtumors erfolgte. Ziel ist eine möglichst adäquate Durchführung. Für Niedersachsen ergibt sich ein Ergebnis von 50,2 %.
| Qualitätsindikator QI8: Adjuvante Chemotherapie | Ergebnis auf Personenebene | |
|---|---|---|
| Personen mit Erstdiagnose eines Kolonkarzinoms (ICD-10: C18 (ohne C18.1)): | 15.732 | |
| Zähler: | Personen des Nenners, die eine adjuvante Chemotherapie erhalten haben | 1.111 |
| Nenner: | Personen mit Kolonkarzinom im UICC-Stadium III, bei denen eine R0-Resektion des Primärtumors erfolgte | 2.214 |
| Quotient: | 50,2 % | |
Der Qualitätsindikator QI9 der S3-Leitlinie zum kolorektalen Karzinom „Anastomoseninsuffizienz Rektumkarzinom“ misst den Anteil der Personen des Nenners mit Anastomoseninsuffizienz Grad B oder C nach elektiven Eingriffen als Anteil an allen Personen mit Rektumkarzinom, bei denen in einer elektiven primären Tumorresektion eine Anastomose angelegt wurde. Ziel ist eine möglichst niedrige Rate. Für Niedersachsen ergibt sich ein Ergebnis von 9,7 %.
| Qualitätsindikator QI9: Anatomoseninsuffizienz Rektumkarzinom | Ergebnis auf Personenebene | |
|---|---|---|
| Personen mit Erstdiagnose eines Rektumkarzinoms (ICD-10: C20): | 7.414 | |
| Zähler: | Personen des Nenners mit Anastomoseninsuffizienz Grad B (mit Antibiotikagabe o. interventioneller Drainage o. transanaler Lavage/Drainage) oder C ((Re-)-Laparotomie) nach elektiven Eingriffen | 195 |
| Nenner: | Personen mit Rektumkarzinom, bei denen in einer elektiven primären Tumorresektion eine Anastomose angelegt wurde | 2.002 |
| Quotient: | 9,7 % | |
Der Qualitätsindikator QI11 der S3-Leitlinie zum kolorektalen Karzinom „Anzeichnung Stomaposition“ misst den Anteil der Personen des Nenners mit präoperativer Anzeichnung der Stomaposition an allen Personen mit Rektumkarzinom, bei denen eine Operation mit Stomaanlage durchgeführt wurde. Ziel ist eine möglichst hohe Rate. Für Niedersachsen ergibt sich ein Ergebnis von 88,5 %.
| Qualitätsindikator QI11: Anzeichnung Stomaposition | Ergebnis auf Personenebene | |
|---|---|---|
| Personen mit Erstdiagnose eines Rektumkarzinoms (ICD-10: C20): | 7.414 | |
| Zähler: | Personen des Nenners mit präoperativer Anzeichnung der Stomaposition | 2.743 |
| Nenner: | Personen mit Rektumkarzinom, bei denen eine Operation mit Stomaanlage durchgeführt wurde | 3.099 |
| Quotient: | 88,5 % | |
Überleben
Für die in Niedersachsen lebenden Personen mit Kolonkarzinom wurde das absolute Überleben berechnet. Dieses betrug nach einem Jahr 72,9 %, nach zwei Jahren 57,6 % und nach drei Jahren 45,4 %. In folgender Abbildung ist das Überleben getrennt nach Stadien dargestellt.

Für die in Niedersachsen lebenden Personen mit Rektumkarzinom wurde das absolute Überleben berechnet. Dieses betrug nach einem Jahr 78,3 %, nach zwei Jahren 62,7 % und nach drei Jahren 48,9 %. In folgender Abbildung ist das Überleben getrennt nach Stadien dargestellt.

Bei der Qualitätskonferenz zum Lungenkarzinom wurde die Diagnose C34 betrachtet. Unterschieden werden das kleinzellige (SCLC) und das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom (NSCLC).
Charakteristika der Tumoren
Für die Auswertungen wurden 4.016 Personen (und 4.021 Tumoren) mit einem kleinzelligen Lungenkarzinom (SCLC) und 19.084 Personen (und 19.308 Tumoren) mit einem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) mit einer Erstdiagnose von Januar 2019 bis August 2024 eingeschlossen, um einen mindestens einjährigen Nachbeobachtungszeitraum zu gewährleisten. Männer mit einem kleinzelligen Lungenkarzinom (n = 2.239) erkrankten im Median mit 68 Jahren, Frauen (n = 1.777) mit 67 Jahren. Bei den nicht-kleinzelligen Lungentumoren waren die Männer (n = 11.370) bei Erstdiagnose im Median 69 Jahre alt, die Frauen (n = 7.714) 68 Jahre.
Der Großteil der kleinzelligen Lungentumoren (58,9 %) war zum Zeitpunkt der Diagnose bereits metastasiert und befand sich somit im UICC-Stadium IV. Weitere 18,9 % befanden sich im Stadium III. Bei den nicht-kleinzelligen Lungentumoren waren 44,0 % der Tumoren zum Zeitpunkt der Diagnose bereits metastasiert und weitere 19% befanden sich im Stadium III. Aufgrund fehlender TNM-Angaben konnten bei 18,4% (SCLC) bzw. 16,0 % (NSCLC) der Tumoren das Stadium nicht bestimmt werden.
UICC-Stadien beim Lungenkarzinom
Datentabelle zu „UICC-Stadien beim Lungenkarzinom“
| Kategorie | Stadium I | Stadium II | Stadium III | Stadium IV | Nicht bestimmbar/anwendbar |
|---|---|---|---|---|---|
| SCLC | 1,7 | 2,1 | 18,9 | 58,9 | 18,4 |
| NSCLC | 13,2 | 7,8 | 19 | 44 | 16 |
An der Behandlung beteiligte Einrichtungen und Therapien
Insgesamt waren 92 stationäre und 151 ambulante Einrichtungen an der Behandlung der Lungenkarzinome beteiligt. Die 10 größten Krankenhäuser versorgten 71 % der Patientinnen und Patienten.
In den betrachteten Jahren konsultierten zwischen 41,6 % und 50,0 % der Personen mit einem kleinzelligen Lungenkarzinom eines der sechs DKG-zertifizierten Lungenkrebszentren (exkl. Kooperationspartner) in Niedersachsen. Bei den nicht-kleinzelligen Lungentumoren schwankt der Anteil zwischen 50,5 % und 54,0 %.
Behandlung in Zentren beim
SCLC nach Diagnosejahr
Datentabelle zu „Behandlung in Zentren beim SCLC nach Diagnosejahr“
| Kategorie | DKG-zertifizierte Lungenkrebszentren | Andere Einrichtungen | Andere Einrichtungen mit mind. einer Behandlung außerhalb von Niedersachsen |
|---|---|---|---|
| 2019 | 45,5 | 47,8 | 6,7 |
| 2020 | 41,6 | 54,1 | 4,3 |
| 2021 | 50 | 45,5 | 4,5 |
| 2022 | 46,3 | 48,9 | 4,8 |
| 2023 | 46 | 48,9 | 5,1 |
| 2024 | 45,9 | 50 | 4,1 |
Behandlung in Zentren beim
NSCLC nach Diagnosejahr
Datentabelle zu „Behandlung in Zentren beim NSCLC nach Diagnosejahr“
| Kategorie | DKG-zertifizierte Lungenkrebszentren | Andere Einrichtungen | Andere Einrichtungen mit mind. einer Behandlung außerhalb von Niedersachsen |
|---|---|---|---|
| 2019 | 54 | 39,8 | 6,2 |
| 2020 | 51 | 43,7 | 5,3 |
| 2021 | 50,5 | 43 | 6,4 |
| 2022 | 53,2 | 41,6 | 5,2 |
| 2023 | 51,6 | 43,3 | 5,1 |
| 2024 | 54 | 41,2 | 4,8 |
Laut Leitlinienempfehlung 8.16 (Version 4.0, April 2025) soll beim NSCLC im Stadium I und II die minimalinvasive Lobektomie der konventionellen offenen Lobektomie vorgezogen werden. Von den insgesamt 2.174 Operationen in Niedersachsen (OPS-Codes 5-323 Segmentresektion der Lunge und 5-324 Einfache Lobektomie und Bilobektomie der Lunge) wurden 53,8 % minimalinvasiv durchgeführt, wobei ein steigender Trend über die Leistungsjahre erkennbar ist.
Minimalinvasive vs. offene Lobektomie bei NSCLC Stadium I und II
Datentabelle zu „Minimalinvasive vs. offene Lobektomie bei NSCLC Stadium I und II“
| Kategorie | Minimalinvasiv | Offen-chirurgisch |
|---|---|---|
| 2019 | 47 | 53 |
| 2020 | 46,1 | 53,9 |
| 2021 | 56,8 | 43,2 |
| 2022 | 54,3 | 45,7 |
| 2023 | 53,7 | 46,3 |
| 2024 | 64,5 | 35,5 |
Des Weiteren sollten Patienten und Patientinnen mit NSCLC im Stadium I und II nach einer R0-Resektion keine adjuvante Strahlentherapie angeboten werden (Leitlinienempfehlung 8.24). Von den insgesamt 2.771 Operationen mit einer R0-Resektion erhielten 194 Personen eine adjuvante Strahlentherapie (7,0 %). Auch hier zeigt sich über die Leistungsjahre hinweg ein Trend zu einem besseren Ergebnis.
Adjuvante Strahlentherapie bei NSCLC Stadium I und II
Datentabelle zu „Adjuvante Strahlentherapie bei NSCLC Stadium I und II“
| Kategorie | Adjuvante Strahlentherapie | Keine adjuvante Strahlentherapie |
|---|---|---|
| 2019 | 10,6 | 89,4 |
| 2020 | 10,5 | 89,5 |
| 2021 | 7,8 | 92,2 |
| 2022 | 8,9 | 91,1 |
| 2023 | 3 | 97 |
| 2024 | 0,8 | 99,2 |
341 Personen mit einem nicht-kleinzelligen Lungentumor erhielten im Vorfeld einer Operation eine systemische Therapie (neoadjuvante Therapie innerhalb von 6 Monaten vor Operation). Während im Jahr 2019 ein Großteil der Personen mit Zytostatika behandelt wurde (73,1 %), stieg der Anteil der Checkpoint-Inhibitoren über die Zeit an. Im Jahr 2024 wurden 72,0 % der Personen mit einer Kombination aus Checkpoint-Inhibitoren und Zytostatika behandelt und weitere 8,0 % erhielten ausschließlich Checkpoint-Inhibitoren.
Neoadjuvante Therapie bei NSCLC
Datentabelle zu „Neoadjuvante Therapie bei NSCLC“
| Kategorie | Checkpoint-Inhibitoren | Zytostatika | Kombination Checkpoint-Inhibitoren und Zytostatika | Andere |
|---|---|---|---|---|
| 2019 | 3,8 | 73,1 | 21,2 | 1,9 |
| 2020 | 5,6 | 61,1 | 27,7 | 5,6 |
| 2021 | 10,2 | 63,3 | 24,5 | 2 |
| 2022 | 5,4 | 51,4 | 35,1 | 8,1 |
| 2023 | 9,5 | 31,1 | 58,1 | 1,3 |
| 2024 | 8 | 20 | 72 | 0 |
Qualitätsindikatoren
Des Weiteren wurden die mit dem bundeseinheitlichen Onkologischen Basisdatensatz berechenbaren Qualitätsindikatoren der S3-Leitlinie (Version 4.0, April 2025) analysiert und ausgewählte Indikatoren auf der Qualitätskonferenz dargestellt.
Der Qualitätsindikator QI6 der S3-Leitlinie zum Lungenkarzinom „Adjuvante Cisplatin-basierte Chemotherapie bei NSCLC Stadium II“ misst den Anteil der Personen mit einer adjuvanten Cisplatin-basierten Chemotherapie an allen Personen mit Erstdiagnose NSCLC im Stadium II, R0-Resektion und einer Lymphknotendissektion. Ziel ist eine möglichst hohe Rate. Für Niedersachsen ergibt sich ein Ergebnis von 25,5 %.
| Qualitätsindikator QI6: Adjuvante Cisplatin-basierte Chemotherapie bei NSCLC Stadium II | Ergebnis auf Personenebene | |
|---|---|---|
| Personen mit Erstdiagnose eines nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC): | 19.084 | |
| Zähler: | Personen des Nenners mit einer adjuvanten Chemotherapie mit Cisplatin-basierter Kombination | 145 |
| Nenner: | Personen mit Erstdiagnose NSCLC Stadium II, ECOG 0-1, R0-Resektion und Lymphknotendissektion | 569 |
| Quotient: | 25,5 % | |
Der Qualitätsindikator QI7 der S3-Leitlinie zum Lungenkarzinom „Kombinierte Radiochemotherapie bei NSCLC Stadium IIIB/IIIC“ misst den Anteil der Personen mit einer Radiochemotherapie an allen Personen mit Erstdiagnose NSCLC im Stadium IIIB oder IIIC und ECOG 0-1. Ziel ist eine möglichst hohe Rate. Für Niedersachsen ergibt sich ein Ergebnis von 29,5 %.
| Qualitätsindikator QI7: Kombinierte Radiochemotherapie bei NSCLC Stadium IIIB/IIIC | Ergebnis auf Personenebene | |
|---|---|---|
| Personen mit Erstdiagnose eines nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC): | 19.084 | |
| Zähler: | Personen des Nenners mit Radiochemotherapie | 286 |
| Nenner: | Personen mit Erstdiagnose NSCLC Stadium IIIB oder IIIC und ECOG 0-1 | 971 |
| Quotient: | 29,5 % | |
Der Qualitätsindikator QI8 der S3-Leitlinie zum Lungenkarzinom „Patienten mit simultaner Radiochemotherapie (Cisplatin/Etoposid)“ misst den Anteil der Personen mit simultaner Radiochemotherapie (Cisplatin/Etoposid) an allen Personen mit Erstdiagnose SCLC in den Tumorstadien T3-4 N0-1 und T1-4 N2-3 M0 (Limited Disease). Ziel ist eine möglichst hohe Rate. Für Niedersachsen ergibt sich ein Ergebnis von 15,1 %.
| Qualitätsindikator QI8: Patienten mit simultaner Radiochemotherapie (Cisplatin/Etoposid) | Ergebnis auf Personenebene | |
|---|---|---|
| Personen mit Erstdiagnose eines kleinzelligen Lungenkarzinoms (SCLC): | 4.016 | |
| Zähler: | Personen des Nenners mit simultaner Radiochemotherapie (Cisplatin / Etoposid) | 106 |
| Nenner: | Personen mit Erstdiagnose SCLC in den Tumorstadien T3-4 N0-1 und T1-4 N2-3 M0 (Limited disease) | 701 |
| Quotient: | 15,1 % | |
Der Qualitätsindikator QI14 der S3-Leitlinie zum Lungenkarzinom „(Chemo-)Immuntherapie NSCLC Stadium IV“ misst den Anteil der Personen mit (Chemo-)Immuntherapie an allen Personen mit Erstdiagnose NSCLC im Stadium IV und ECOG 0-1. Ziel ist eine möglichst hohe Rate. Für Niedersachsen ergibt sich ein Ergebnis von 40,7 %.
| Qualitätsindikator QI14: (Chemo-)Immuntherapie NSCLC Stadium IV | Ergebnis auf Personenebene | |
|---|---|---|
| Personen mit Erstdiagnose eines nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC): | 19.084 | |
| Zähler: | Personen des Nenners mit (Chemo-)Immuntherapie | 1.744 |
| Nenner: | Personen mit Erstdiagnose NSCLC Stadium IV und ECOG 0-1 | 4.283 |
| Quotient: | 40,7 % | |
Der Qualitätsindikator QI16 der S3-Leitlinie zum Lungenkarzinom „Chemo-Immuntherapie SCLC Stadium IV“ misst den Anteil der Personen mit einer PD-L1-Antikörper-Therapie (Atezolizumab oder Durvalumab) an allen Personen mit Erstdiagnose SCLC im Stadium IV und Chemotherapie. Ziel ist eine möglichst hohe Rate. Für Niedersachsen ergibt sich ein Ergebnis von 54,9 %.
| Qualitätsindikator QI16: Chemo-Immuntherapie SCLC Stadium IV | Ergebnis auf Personenebene | |
|---|---|---|
| Personen mit Erstdiagnose eines kleinzelligen Lungenkarzinoms (SCLC): | 4.016 | |
| Zähler: | Personen des Nenners mit Kombination mit PD-L1-Antikörper-Therapie (Atezolizumab oder Durvalumab) | 790 |
| Nenner: | Personen mit Erstdiagnose SCLC Stadium IV und Chemotherapie (Platin/Etoposid) | 1.438 |
| Quotient: | 54,9 % | |
Überleben
Für die in Niedersachsen lebenden Personen mit Lungenkarzinomen wurde das absolute Überleben berechnet. Dieses betrug beim kleinzelligen Lungenkarzinom nach einem Jahr 34,8 %, nach zwei Jahren 13,9 % und nach drei Jahren 7,7 %. In folgender Abbildung ist das Überleben getrennt nach Stadien dargestellt.

Für das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom betrug das absolute Überleben nach einem Jahr 49,2 %, nach zwei Jahren 31,7 % und nach drei Jahren 22,0 %. In folgender Abbildung ist das Überleben getrennt nach Stadien dargestellt.
